Südafrika, Swaziland und Lesotho : wild und anders (Teil 3)

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Tag 12: Die Garden Route entlang zum Tsitsikamma-Nationalpark und Plettenberg Bay

Wir nahmen dann die Garden Route, um immer weiter in Richtung Süden zu fahren. Unser Ziel für das Ende der Reise sollte Kapstadt sein, aber unterwegs dahin erwartete uns noch viel.

Unterwegs zum Tsitsikamma-Nationalpark machten wir Halt bei den sogenannten Big Trees, den Outeniqua-Gelbholzbäumen. Sie sind ca. 1000 Jahre alt und bis zu 40 Meter hoch. Die Natur ist schon unglaublich! Am Storms River Mouth blieben wir ebenfalls stehen und staunten dort über die Steilküsten des Tsitsikama-Nationalparks, die wir von einer Brücke aus begutachten konnten. Das heißt, eigentlich nur die, die schwindelfrei waren. Dieser Park ist einer der letzten noch nahezu unberührten Urwälder Südafrikas.

Wir übernachteten in einer unglaublich schönen und luxuriösen Villa in Plettenberg Bay, von der wir fußläufig zum Meer schlendern konnten. Sogar Bedienstete und einen eigenen Pool hatten wir. Dies stand in einem regelrechten Kontrast, zu dem was uns noch am Nachmittag als Programmpunkt erwartete. Wir besuchten ein Township und einen hiesigen Kindergarten. Dies rüttelte mich auf jeden Fall wach und verdeutlichte mir, wie so oft während dieser Reise, welch ein Glück ich habe und dass ich dies definitiv mehr und überhaupt schätzen soll. Ein Townshipbewohner führte uns durch sein Dorf und erklärte uns, wie die Verteilung der Mandela-Wohnungen funktioniert und wie die Menschen dort zusammen wohnen und leben. Die Kinder im Kindergarten freuten sich über unseren Besuch und sangen uns Lieder vor. Trotzdem gingen wir mit vielen Gedanken zurück zur Villa.

Tag 13: Robberg-Naturschutzpark und Plettenberg Bay

Früh morgens machten wir uns auf zu einer Wanderung zur Halbinsel Robberg. In Plettenberg Bay und auch für den Rest der Reise hatten wir sehr gutes Wetter und eigentlich war es mir schon viel zu heiß – 35-40 Grad. Die Wanderung war toll, ein super schöner Ort – Natur vom Feinsten!

Nachmittags konnten, die die wollten, dann noch einer Walbeobachtung teilnehmen. Eigentlich hatte ich schon Wale in Kanada gesehen, aber ich wollte mein Glück noch einmal herausfordern – und wir wurden belohnt. Mehrere Buckelwale kamen schon nach kurzer Zeit zu unserem Boot und verbrachten gut 20 Minuten mit uns. Darunter war auch ein Kalb.

Fun fact: Ein Buckelwal kann bis zu 14 Meter lang und 14 Tonnen schwer werden. Dies entspricht 8 afrikanischen Elefanten.

Ein Wal kann außerdem lediglich nur 4 verschiedene Farben sehen. Wusstet ihr, dass Wale keine Zwillinge bekommen können?

Tag 14: Über den Outeniqua-Pass in die Kleine Karoo

Nach den zwei Tagen am Wasser ging es wieder in die Wüste, genauer gesagt in die Kleine Karoo. Diese Gegend ist sehr bekannt für ihre Straußenzucht und wir übernachteten sogar auf einer Straußenfarm. Dort bekamen wir einen Einblick in die Zucht und durften beim Frühstück ein Straußeneiomlette probieren. Zudem gab es selbstverständlich abends ein Staußensteak und Straußenleder-Shops. Es gab sogar Straußenbabys, die wir streicheln und auf den Arm nehmen durften. Auch wenn ihr Fell/Gefieder andeuten mag, dass sie stachelig wie Igel sind, ist ihr Gefieder doch ganz weich.

Fun fact: Ein Staußen-Männchen hat pro Jahr 2-3 Freundinnen. 

Die Weibchen legen die Eier alle zusammen in ein Nest und das Männchen passt dann die Nacht über auf die Eier auf. Die Weibchen wechseln sich am Tag regelmäßig ab.

Tag 15 bis 18: Stellenbosch und Kapstadt

Mitten in der Nacht mussten 3 von uns, mich eingeschlossen, aufstehen, denn wir hatten uns entschieden auf eine Erdmännchensafari nicht zu verzichten. Eine Rangerin fuhr uns zu den gängigen Erdmännchenlöchern und dort warteten wir stundenlang bis das erste Erdmännchen, genannt Brave Heart, aus dem Loch blickte und nach Feinden Ausschau halte. Als es sein OK gab, kamen immer mehr Erdmännchen aus den verschiedenen Löchern des Baus. Total knuffig!

Fun fact: Erdmännchen können in der Wildnis bis zu 10 Jahre alt werden. Sie teilen das gefundene Futter nicht und essen alle einzeln, nur das schwangere Erdfrauchen kriegt was ab.

Als wir genug von den Erdmännchen hatten, fuhren wir zurück zur Straußenfarm, um die anderen abzuholen. Diese waren ausgeschlafen und ausgeruht und ein Teil der Reisegruppe ist morgens schon ein paar Runden im Swimmingpool geschwommen. Von der Wüste aus machten wir uns dann weiter in die Weinregion Südafrikas und näherten uns Stellenbosch. Unterwegs machten wir an der Route 62 Montagu Halt und gönnten uns eine Weinprobe bevor wir in unserem Hotel in Stellenbosch einkehrten.

Stellenbosch ist eine süße kleine Universitätsstadt, die definitiv lebendiger ist als viele der Orte, die wir in den vergangenen Wochen besucht hatten. Hier gab es Cafés, kleine Shops und viele Galerien. Wir schauten uns am nächsten Tag kurz das District-Six-Museum sowie das Dorfmuseum an und fuhren anschießend weiter in Richtung Kapstadt, wo ein Hotel mit Blick auf den Tafelberg schon auf uns wartete. Diesen wollten wir natürlich von Oben genauer betrachten und machten uns auf den Weg.

In Kapstadt gibt es viel zu unternehmen: einmal Hoch zum Tafelberg, ein Cocktail an der Waterfront genießen, Souvenirs shoppen, das Kap der Guten Hoffnung besuchen, Seerobben und sogar Pinguine beobachten, … Wir machten natürlich all diese Dinge, denn unser Reiseleiter war super organisiert und sorgte dafür, dass wir möglichst Viel in kurzer Zeit erleben konnten. Also machten wir uns nach Hout Bay, ein kleines Fischerstädtchen und fuhren dort mit dem Boot raus, um die Robben zu suchen. Man muss allerdings nicht wirklich viel Glück haben, denn es gibt dort so viele Robben, dass man sicherlich immer eine dort sieht. Danach fuhr unser Fahrer uns zum Kap der guten Hoffnung. Dieses Naturreservat ist unbeschreiblich schön und die Landschaft an sich ist eigentlich viel sehenswerter als das eigentliche Kap. Auf dem Weg zurück hielten wir in der Nähe von Simon’s Town am Boulders Beach an und konnten dort eine dort niedergelassene Pinguinkolonie anschauen. Abends ging es dann noch in den botanischen Garten Kapstadts, für den man allerdings einen ganzen Tag benötigen könnte – so viel gibt es dort zu sehen. Die Bergkulisse und die vielen exotischen Pflanzen findet man wohl nur dort in dieser Zusammenstellung und so passend zur eigentlichen Natur.

Abends war dann Zeit für einen gemeinsamen Drink und ein Abschiedsessen, denn unsere schöne, wilde und erlebnisreiche Reise neigte sich leider schon dem Ende zu.

Liebste Grüße möchte ich gerne an unsere tolle Reisegruppe richten: Petra, Sylvia, Birgit, Hannelore, Viviane, Gerd, Ralf, Carsten, Thomas, Mario und natürlich Jill sowie unseren Reiseleiter Rainer und unseren Fahrer Ashley! Ohne euch wäre es nur halb so schön dort gewesen!

Diese Gruppen-Rundreise wurde von „Chamäleon – die Reise Ihres Lebens“ organisiert. Dieser Artikel stellt jedoch in keiner Weise bezahlte oder unbezahlte Werbung dar, sondern ist lediglich eine persönliche Berichtserstattung.

Hier geht’s zum Teil 1: http://www.spiffingideas.com/suedafrika-swaziland-und-lesotho-wild-und-anders-teil-1/

Hier geht’s zum Teil 2: http://www.spiffingideas.com/suedafrika-swaziland-und-lesotho-wild-und-anders-teil-2/