Südafrika, Swaziland und Lesotho : wild und anders (Teil 1)

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Vergangenen Winter verbrachte ich 3 wunderschöne Wochen im Süden Afrikas. Es war meine ersten Gruppen-Bus-Reise. Gleich vorab, ich hatte super Glück mit der Zusammensetzung der Gruppe – tolle Menschen und liebe Bekanntschaften! 

Ich werde euch nun ein bisschen erzählen wo wir waren, aber vor allem möchte ich die atemberaubende Landschaft und Tiere auf den Fotos mit euch teilen. Optimaler Reisezeitraum ist sicherlich November / Dezember. Wir waren im Oktober dort und hatten eine eher regnerischer Zeit erwischt. 

Tag 1: Von Johannisburg (Südafrika) nach Southern 

Wir starteten in Johannisburg, wo wir nach unser Ankunft sofort in unseren Minibus stiegen. Dann ging es quer durch Mpumalanga in Richtung Ohrigstad. Hier wurde schon deutlich wie unterschiedlich Afrika im Vergleich zu Europa ist. Einen ganz neuen und erschreckenden Eindruck zugleich hinterließen die Townships, die wir an der Straße zu genügend sahen. Später auf der Reise, haben wir auch ein Township besucht – das erzähle ich dann später. 

Unterwegs mit South African Airlines

In Nkangala blieben wir an einer Tankstelle stehen, um etwas zu Mittag zu essen. Natürlich nörgelten wir schon rum, weil wir lieber woanders gegessen hätten als Fastfood an einer Tankstelle, aber unser Reiseleiter versicherte uns, dass es sich lohnen würde. Und tatsächlich aß man dort gar nicht so schlecht und vor allem: gleich hinter der Tankstelle gab es ein kleines privates Naturreservat, welches einige Tiere dort beherbergte. So saßen wir gleich am ersten Tag Zebras, Nilpferde und Antilopen fast zum Anfassen nah.

Wir übernachteten in der Hannah Game Lodge. Von unseren kleinen Hütten aus konnten wir frei lebende Giraffen an einer Wasserquelle sehen – atemberaubend. Gott sei Dank hatten wir unsere Ferngläser eingepackt, obwohl ich etwas Probleme hatte, meine richtig einzustellen. 

 Tag 2: Von Southern über Ehlanzeni nach Marloth Park

Am zweiten Tag ging es weiter über die sogenannte Panorama Route. Ziel war es dem Krüger-Nationalpark immer näher zu kommen. Unterwegs schauten wir uns die Three Rondavels, drei Berge mit runden Kuppen an und blieben auch am Blyde-River-Canyon stehen. Leider hatten wir schlechtes Wetter und viel Nebel, aber wir konnten uns vorstellen wie wunderschön diese Natur sein muss. Einen weiteren Halt legten wir in White River ein. Dort besuchten wir Sabie Valley Coffee, eine hiesige Arabica-Kaffeerösterei und erhielten dort von Tim einen Einblick in die Kunst des Kaffeeröstens. 

Wir übernachteten in der Maqueda Lodge, eine sehr schöne familiäre Anlage. Die Zimmer sind allerdings zum Teil sehr gewöhnungsbedürftig; so hatten wir beispielsweise ein sehr offenes Badezimmer gleich vor dem Bett. Man lernt sich halt gut kennen auf so einer Reise.

Fun fact: Das Geschlecht einer Giraffe kann man anhand der Form des Kots feststellen.

Tag 3: Krügerpark

An diesem Tag mussten wir schon sehr früh aufstehen – denn wer die wilden Tiere sehen möchte muss früh los. Sobald es wärmer wird verstecken sich die Tiere nämlich. In einem offenen Geländewagen fuhren wir durch die Savanne und das Bergbuschfeld. Wir sahen dort unglaublich viele Tiere: Elefanten, Giraffen, Gnus, Kudus, Impalas, Krokodile, Warzenschweine, Büffelherden, Nilpferde, Nashörner, Löwen und eine Vielzahl an exotischen Vögeln. Wir waren überglücklich und hätten nie gedacht, dass wir an einem einzigen Tag so viele Tiere sehen konnten. 

Durch den Krügerpark kann man auch ohne Reiseleiter oder Ranger fahren, allerdings würde ich das nicht empfehlen. Wir haben einige Autofahrer begegnet, die sich in sehr gefährliche Situationen begeben haben, da sie zu nah an wilde Nashörner und ähnliches heranfuhren. Auch wenn die Tiere schön und lieb aussehen und an Fahrzeuge gewohnt sind, bleiben es wilde Tiere, die die Menschen lediglich dulden, sofern diese sich benehmen und sie respektieren. 

Tag 4: Vom Marloth Park über Hhohho nach Manzini (Swaziland)

An diesem morgen machten wir uns auf den Weg nach Swaziland. Es ist das kleinste Land der südlichen Hemisphäre und ist ein Königreich. Das Land liegt mitten in Südafrika. Unterwegs machten wir nur kurze Stopps. 

Leider hatte ich mich beim aus dem Bus steigen am Zeh verletzt, so ging es bei mir dann etwas langsamer weiter die nächsten Tage. 

Tag 5: In Swaziland und weiter Richtung Süden

Nach dem Frühstück lernten wir Clement kennen, ein lokaler Reiseleiter der in Swaziland geboren und aufgewachsen ist. Er führte uns durch sein Land und erklärte und die Geschichte und die Kultur. Südafrika ist im Vergleich recht modern und entwickelt, dennoch hatte das Swaziland sehr viel Charme und die Menschen, die wir begegneten, waren äußerst freundlich. 

Wir besuchten mit Clement Kunstmärkte, Obst- und Gemüsemärkte, Heilkräuterapotheken … Nach unserem doch recht kurzen Aufenthalt in Swaziland, machten wir uns schon wieder weiter in Richtung Süden. Unser Ziel war die Zululand Tree Lodge in mitten eines Fieberwaldes. 

Tag 6: North Uthungulu

Wieder mal mussten wir früh morgens aufstehen, um rechtzeitig in der Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve zu sein. Es regnete wie in Strömen, dementsprechend haben wir kaum Tiere gesehen. Ein paar Zebra- und Büffelherden trotzten dem Wetter. Dieser Nationalpark, so waren wir uns alle einig, war wunderschön – schöner als der Krügerpark. Alles war grün und es gab tolle Hügel und Täler. Man konnte ewig weit sehen – unbeschreiblich. Sehr schade also, dass wir dort nicht noch mal bei besserem Wetter hingehen konnten. 

Auf dem Weg zurück zur Lodge besuchten wir eine hiesige Grundschule. Für die Kinder war es sicherlich ein schöner Moment, da unser Reiseleiter ein paar kleine Geschenke dabei hatte und dies den Alltag auflockerte. Wir kamen uns jedoch wie auf dem Präsentierteller vor. Bei mir kam vor allem ein Gefühl der Dankbarkeit auf – ich bin dankbar für unsere Europäischen Systeme, in denen wir viele gute Schulen und Lehrer zur Verfügung haben, jeder mit dem Bus dorthin gefahren und wieder abgeholt wird und wir in verschiedenen Jahrgängen gezielt unterrichtet werden. Hier gehen einige Kinder morgens 2 Stunden zu Fuß bis zur Schule und abends wieder zurück und sie sitzen in kleinen Sälen zu vielen Kindern verschiedenen Alters zusammen. Auf jeden Fall ist es gut, dass die Kinder dort überhaupt unterrichtet werden, aber es hat mir auf jeden Fall verdeutlicht, dass wir Vieles als normal empfinden, was in anderen Länder als purer Luxus, gar unmöglich erscheint. 

Fun fact: Eine Ananaspflanze  kann nur insgesamt 2 Mal Früchte tragen. Eine Ananas braucht dann 19-22 Monate bis sie erntereif ist. Im Swaziland haben wir riesige Ananasplantagen gesehen.

Hier geht’s zum Teil 2: http://www.spiffingideas.com/suedafrika-swaziland-und-lesotho-wild-und-anders-teil-2/

Hier geht’s zum Teil 3: : http://www.spiffingideas.com/suedafrika-swaziland-und-lesotho-wild-und-anders-teil-3/