Japan

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Im April war ich für zwei Wochen im wundervollen Japan, dem Land des Lächelns. Neben der Esskultur hat die Inselkette viel zu bieten: Tempel, weiße Sandstrände, traumhafte Natur, Shopping- und Elektronikmeilen und die traditionell japanische Architektur. Der japanische Frühling ist die beliebteste Zeit, um nach Japan zu reisen. Das Erblühen der Sakura (japanische Kirschblüte), eines der wichtigstens Symbole der japanischen Kultur, ist ein nationales Ereignis, mit dem die Ankunft des Frühlings gefeiert wird.

 

TOKIO,
die Hauptstadt Japans, ist, wie fast alle großen Hauptstädte, sehr anstrengend. Maximal 3 Tage reichen hier vollkommen aus, da der Lärm, die U-Bahn Stationen und die Menschenmengen erschöpfend sind. Trotzdem gibt es hier viel zu sehen. Shibuya ist sicherlich Tokios Trendviertel. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants und die bekannte Satue des „treuen Hundes“ Hachiko. An dieser Station befindet sich auch die wohl bekannteste Kreuzung Tokios. Hier werden pro Ampelphase bis zu 15.000 Menschen gezählt, die die Kreuzung überqueren. Man kann die Straße nicht nur rechtwinklig überqueren, sondern auch diagonal.

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Der Ueno-Park ist sehr zu empfehlen, wenn man einige Minuten in der großen Metropole entspannen möchte. Hier befinden sich nicht nur eine Allee von Kirschblütenbäumen, sondern auch das Tokyo National Museum, der Ueno-Zoo, die Tempelanlage Kanei-ji, zahlreiche Statuen und ein großer Teich. Auf den Plastikplanen versammeln sich jung und alt, um zusammen zu essen und trinken.

Akihabara ist ein wahrhaftes Einkaufsparadies für Elektronikartikel. Dieser Distrikt ist jedoch nichts für schwache Nerven. Viele bunte Lichter und Lärm zeichnet dieses Viertel aus. Wer jedoch ewas Elektronisches sucht, wird hier sicherlich fündig. Ich habe mir beispielsweise einen neuen USB Stick in Form eines Mini-Coopers gekauft 😉

Es gibt noch sehr viele andere interessante Plätze in Tokio wie beispielsweise Shinjuku (Einkaufsviertel), Chuo oder Chiyoda (Kaiserpalast).

 

KAMAKURA
liegt eine ca. 50 km südwestlich von Tokio. Hier kann man wunderbar vom stressigen Tokio Abstand nehmen. Nach Kamakura werden auch Tagestrips angeboten – allerdings kann man es in einem Tag kaum schaffen, alles zu entdecken, was die Stadt zu bieten hat. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der große Buddha, auch „Daibutsu“ genannt. Die Insel Enoshima sollte man auf jeden Fall auch besuchen. Diese ist mit der Stadt durch zwei Brücken verbunden. Hier kann man sehr lecker essen und die Insel und ihre atemberaubende Natur entdecken. Vom Aussichtsturm aus kann man von hier bei gutem Wetter aus auch den Mount Fuji sehen. An einem Morgen sind wir mit einem Boot hinaus aufs Meer fischen gefahren. Leider hat es an diesem Tag fast die ganz Zeit geregnet aber es hat sich definitiv gelohnt. Die freundlichen Inhaber des Fishing-Charters haben uns nach dem Angeln den frischen Fisch als Sashimi und Tempura serviert. Ich würde sogar sagen, das gehörte zum Highlight unseres Aufenthalts in Kamakura.

KYOTO
Kyoto ist von Tokio gut mit dem Shinkansen (Schnellzug) zu erreichen. Es ist wohl Japans bekannteste Stadt für die Sakurablüten. Leider hat es im April sehr viel geregnet, also waren bereits fast alle Blüten gefallen. In Kyoto ist es sehr wahrscheinlich, dass man abends Geishas zu Gesicht bekommt (vor allem im Viertel Gion). Kyoto bietet mit wunderschönen Schreinen einen hervorragenden Einblick ins traditionelle Japan. In Kyoto ist lange nicht soviel ins Englische übersetzt, wie in Tokio. Ein Tipp ist der Nishiki Market: hier bekommt man beispielsweise frische Meeresfrüchte, Fisch, Matcha-Popcorn und viele andere japanische Spezialitäten. Nicht weit entfernt von Kyoto befindet sich der Berg Hiei, wo man hervorragend hiken gehen kann.

 

OSAKA
könnte man als „Las Vegas plus Essen“ beschreiben. In den Strassen reihen sich die Restaurants aneinander und auf den Strassen werden kleine Snacks verkauft. Hier fällt es einem sehr schwer, sich für eines der vielen Restaurants zu entscheiden. Osaka bietet  tolle Shoppingmöglichkeiten (Shinsaibasi, usw.)  Hier findet man übringens auch die längste überdachte Shoppingmeile. Ein Aufenthat in Osaka ist also kein Problem bei Regen 😉

Die Japanische Küche zeichnet sich vor allem durch den frischen Fisch, die Nudelsuppe (Ramen) und den Sake aus. Die Japaner legen Wert auf Qualität, und die schmeckt man auch. Die Speisen werden oft in Kunsstoff gezeigt, damit die Bestellung und Entscheidung leichter fällt. Dies hilft vor allem den Ausländern, da die Menükarten oft nur auf Japanisch geschrieben sind.

 

In Japan gibt es besondere Regeln, die man während des Essens respektieren sollte. Es gibt keine Gänge, sondern alles wird auf einmal serviert. Die Misosuppe oder die Ramen darf man gerne schlürfen. Zu Anfang findet man dies wahrscheinlich unangehehm, aber sogar ich habe mich schnell daran gewöhnt, obwohl ich dabei immer etwas empfindlicher bin. Wer traditionell japanische Restaurants besuchen möchte, sollte in die kleinen Seitenstraßen gehen. In Japan gibt man generell kein Trinkgeld. Daran sollte man sich halten, denn es wird eh nicht mehr angenommen als es kostet (wie haben’s versucht;))

Einige Tipps zur Anreise:
Wenn man mehrere Städte in Japan besuchen möchte, sollte man mindestens 2 Wochen für seine Reise einplanen. Der Flughafen Haneda liegt näher an Tokio als der Flughafen Narita. Das Bahnticket ist deshalb auch um einiges billiger. In Japan kann man problemlos mit dem Zug (JR oder Shinkansen) von einer Stadt in die andere reisen.

Apps:
Es gibt einige Apps, die das Reisen um einiges erleichtern. Wie ihr unten seht, habe ich viele ausprobiert 😉 Die App „Japan“ von Triposo ist wie ein virtueller Reiseführer und filtert unter anderem Restaurants und Sehenswürdigkeiten, die in der Nähe liegen, aus. Für Tokyo ist die App „tokyosubway“ sehr hilfreich, da sie auch ohne Wireless funktioniert. Die App „Japan Travel“ ist auch sehr zu empfehlen. Leider funktioniert sie jedoch nur mit Wifi. Man kann jedoch einen „Transit Search“ starten, der einem die genaue Route mit den Verkehrsmittel in ganz Japan ausrechnet. Die App „Tokio“ ist sehr praktisch, wenn man eine genaue Adresse sucht, da die App auch den eigenen Standort angibt.
Ich hoffe, dieser Beitrag wird einigen bei ihrer Reiseplanung helfen 🙂 Ich kann Japan als Urlaubsziel nur weiterempfehlen. Falls sonstige Fragen (Hotels, Verkehrsmittel usw.) aufstehen, könnt ihr mich gerne kontaktieren.